Am Mittwoch, dem 27. Juni laden die Rangsdorfer GRÜNEN alle Interessierten ins Evangelische Gemeindezentrum (Kirchstraße 2, Rangsdorf) zu einem offenen Workshop ein. Ziel ist es, gemeinsam darüber nachzudenken, ob und wie es gelingen kann, in Rangsdorf einen Markt für Produkte aus der regionalen landwirtschaftlichen Produktion zu gründen.

Kurt Liebau, Gründer und Mitverantwortlicher des Kraut- und Rübenmarktes Zossen, der bereits seit 2005 als regionaler Markt existiert, wird von seinen Erfahrungen berichten. Ein völlig anderes, ebenfalls erfolgreiches Konzept wird von Johanna Heidegger vorgestellt. Sie ist Netzwerkkoordinatorin der MARKTSCHWÄRMER, die in zahlreichen Gemeinden im ganzen Bundesgebiet den Direktvertrieb von ökologischen und regionalen Lebensmitteln initiieren.

Für die meisten Menschen ist es eine schöne Vorstellung, an einem Samstag frühmorgens (oder auch etwas später), ausgestattet mit einem großen Korb und Appetit auf frisches Gemüse, Obst und sonstige Leckereien über einen bunten Markt zu schlendern. Hier und da wird man stehen bleiben, von da und dort etwas naschen, mit der Marktfrau über Rezepte fachsimpeln, zwischendurch einen schönen Kaffee genießen und schließlich zufrieden und mit einem vollen Korb bepackt nach Hause gehen.

Märkte sind etwas Schönes, kaum jemand wird dieser Aussage widersprechen. Einkaufen auf dem Markt hat etwas Direktes, Persönliches und Gelassenes. Es geht nicht nur um die Produkte, die im Kühlschrank fehlen, der Weg ist eher das Ziel und das macht Lebensmittelmärkte so attraktiv.

Auch in Rangsdorf war schon mehrmals die Idee aufgekeimt, einen Markt zu gründen, bisher leider ohne Erfolg. Warum also jetzt das Ganze noch einmal versuchen?

Vielleicht, weil die Idee immer noch gut ist und die Rahmenbedingungen inzwischen günstig sind: Rangsdorf ist eine der Gemeinden im sogenannten Speckgürtel von Berlin, die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist, insbesondere durch Zuzug junger Familien, die sich von der schönen Landschaft und dem ländlichen Charme unserer Gemeinde angezogen fühlen und hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben. Die Gemeinde hat mit aktuell ca. 11.400 Einwohnerinnen und Einwohnern eine stattliche Größe erreicht. Zum Vergleich: In Jüterbog sind es 12.300 und in Trebbin 9.500 Einwohnerinnen und Einwohner, in Mittenwalde leben ca. 9.000 Menschen. In allen drei Städten werden an ein bis zwei Tagen in der Woche frische Waren aus der Region auf einem Markt angeboten.

Es sollte sich also lohnen, auch in Rangsdorf mit lokalen Anbietern, Produzentinnen aus der Region und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam die Möglichkeiten auszuloten, einen RegioMarkt Rangsdorf entstehen zu lassen.

Nähere Informationen: Christina Thomas, Mitglied der Gemeindevertretung Rangsdorf

christina.thomas@rangsdorf.de

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